Expansion · Großfläche, Skalierung & ehrliche Bilanz
BOME Vechta
Der zweite Standort auf deutlich größerer Fläche: 2022 eröffnet, vier Jahre umsatzstark betrieben, 2026 mit Gewinn verkauft. Markenübertragung, Flächen- und Küchenplanung, Personalstruktur — und die ehrlichsten Lektionen meiner Laufbahn.
- Rolle
- Projektentwicklung, Aufbau, Betrieb
- Betrieb
- 2022 – 2026 (mit Gewinn verkauft)
- Fläche
- XXX m² (Großfläche)TODO
- Team
- XX MitarbeitendeTODO
01
Ausgangssituation
Nach dem etablierten ersten Standort stand die Frage: Funktioniert BOME auch woanders — und auf deutlich mehr Fläche? Vechta bot eine Großfläche mit Potenzial, aber auch mit allen Risiken eines großen Fixkostenblocks.
02
Herausforderung
Eine große Fläche verzeiht keine Planungsfehler: mehr Sitzplätze, mehr Personal, längere Wege, höhere Grundlast. Die Marke musste übertragen werden, ohne zur Kopie zu werden — und das Team musste ohne die tägliche Präsenz des Gründers an Standort eins funktionieren.
03
Strategie
Skalierung über Systeme statt über Improvisation: dokumentierte Abläufe, klare Zuständigkeiten und eine Küchenplanung, die höhere Volumina ohne Qualitätsverlust produzieren kann.
04
Planung
Flächenzonierung nach Frequenz: Welche Bereiche müssen an schwachen Tagen nicht bespielt werden? Küche und Technik wurden auf Spitzenlast dimensioniert, Personalbedarf pro Schicht von Anfang an mitgeplant.
05
Umsetzung
Aufbau des Standorts inklusive Einrichtung, Technik und Prozessen, Rekrutierung und Einarbeitung des Teams, Eröffnung und Stabilisierung des laufenden Betriebs.
Die Erfahrungen aus Vechta — über Wirtschaftlichkeit von Großflächen, Teamstruktur und Standortführung auf Distanz — fließen heute direkt in die Beratung ein. Auch das gehört zur Ehrlichkeit: Expansion ist die härteste Schule der Gastronomie.
06
Ergebnis & Entscheidung
Vier Jahre lang lief der Standort — aber er hing an mir. Ich hatte keine zweite Führungsebene aufgebaut, und ohne Menschen mit demselben Spirit und Drive ließ sich das Konzept nicht auf Distanz führen. Parallel dazu wuchs meine Familie, und die 7-Tage-Woche forderte ihren Preis.
2026 habe ich Vechta deshalb verkauft — keine Insolvenz, sondern ein bewusster, gewinnbringender Ausstieg: Der Betrieb lief umsatzstark, genau deshalb ließ er sich profitabel übergeben. Lieber einen Standort maximal führen als drei halb. Genau diese Erfahrung ist heute der wertvollste Teil meiner Beratung, denn ich kenne beide Seiten — den Aufbau und den profitablen Exit.
Eingesetzte Systeme
- Kassensystem mit mehreren Stationen
- Digitale Dienstplanung für größere Teams
- Warenwirtschaft & standortübergreifender Einkauf
- Standardisierte Rezepturen & Produktionslisten
Wichtigste Erkenntnisse
- 1Mehr Fläche heißt nicht mehr Gewinn — Fixkosten skalieren mit, Umsatz nicht automatisch.
- 2Ein Konzept, das am Gründer hängt, skaliert nicht — ohne zweite Führungsebene bleibt jeder weitere Standort ein Risiko.
- 3Standortführung auf Distanz funktioniert nur mit Systemen, Kennzahlen und starken Schichtleitungen.
- 4Erst einen Standort maximal führen — dann expandieren. Nicht umgekehrt.